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Unsere Delegation für Prag!

Diese Lehrkräfte aus Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Hessen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen haben beim Nationalen Science on Stage Festival, die Fachjury und ihre Kolleginnen und Kollegen überzeugt und sind nun Teil der deutschen Delegation beim Europäischen Science on Stage Festival 2022 in Prag.

Erhalten Sie hier den Überblick! 

 

Delegation

Aus Baden-Württemberg: 

Astrid Pösl, Rektorin Birkendorf-Grundschule Biberach / SFZ Bad Saulgau, mit Sonja Vochezer, BergerHöhe Grundschule Wangen / Seminar Weingarten / SFZ Bad Saulgau, Baden-Württemberg:

Bienen summen, Hummeln brummen und Schmetterlinge …?

Mit diesem Projekt erarbeiten, begreifen, erleben und verstehen Kinder verschiedene Aspekte des Schalls. Ziel ist es möglichst anschaulich und handlungsorientiert zu arbeiten, mit gemeinsamen und zentral gelenkten Erfahrungen, aber zum größten Teil mit Kinderexperimenten. Die Einheit ist in vier Teilbereiche gegliedert. Drei Teile beschäftigen sich mit den physikalischen Bereichen des Schalls: wahrnehmen, erzeugen und untersuchen. Im vierten Bereich dreht sich alles um Schall und Gesundheit. Mit Experimenten, Spielen, einer Forschungsfrage und einer Kernaussage kommen die Kinder dem Phänomen „Schall“ näher.

Marinela Wong und Dominik Braig, Heinrich-Wieland-Schule Pforzheim, und Karlsruher Institut für Technologie:

Digitales Messen im Physikunterricht mit dem Raspberry Pi

In diesem durch die Baden-Württemberg Stiftung geförderten Projekt setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit der digitalen Messtechnik mithilfe moderner Einplatinencomputer, wie dem Raspberry Pi, auseinander. Der Fokus liegt auf Ansteuerung und Auslese zahlreicher präziser, aber dennoch preiswerter Sensoren zur Messung von beispielsweise Spannung, Stromstärke, Beschleunigung, Weg und Kraft. Das vom Herrn Prof. Quast am KIT entwickelte Software-Paket PhyPiDAQ unter open SourceLizenz wird in Schülerexperimenten eingesetzt. Sie ermöglicht eine direkte Messdatenerfassung in Echtzeit mit unterschiedlichen grafischen Darstellungen, die Eingabe von Formeln, mit denen die Daten in andere Größen umgerechnet werden können, die Kalibrierung von Sensoren und die Speicherung der Messwerte für spätere Anwendungen. Eine Vielzahl von Konfigurationsoptionen für Sensoren und Anzeigemodulen machen die digitale Messtechnik transparent erlebbar.

Aus Bayern: 

Wolfgang Zeitter, Gymnasium Starnberg:

Click your Circuit

Im naturwissenschaftlichen Unterricht gewinnt die eigenständige Durchführung von Experimenten in allen Jahrgangsstufen zunehmend an Bedeutung. Oftmals scheitert dies aber am Budget oder der Ausstattung der Schulen. Aus dieser Intention heraus wurden Low-Cost-Experimente entwickelt, die spannend, preisgünstig und einfach zu handhaben sind. Sowohl „klassische“ Experimente wie auch der Bau einfacher Schaltungs-Prototypen bis zum Einsatz moderner Sensoren lassen sich mit Hilfe eines pfiffigen Steckklemmen-Systems altersgerecht umsetzen.

Aus Berlin: 

Solveg Schlinske und Daniela Wellhausen, Annedore-Leber-Grundschule/ Entwicklerinnen im Team Themenkisten der iMINT-Akademie Berlin

Themenkiste Würfel, Berlin: Inklusive Lernumgebungen zur Förderung der Raumvorstellung

Lernumgebungen sind komplexe Aufgabenstellungen, die zum Problemlösen, Argumentieren, Kommunizieren und Weiterdenken herausfordern. In den Lernumgebungen dieser Themenkiste bearbeiten die Kinder motivierende, handlungsorientierte und herausfordernde Aufgaben rund um den Würfel. Ziel ist es stets, die Freude an der Mathematik zu fördern und neugierig zu machen. Neben geometrischen Problemstellungen werden auch kombinatorische und funktionale Zusammenhänge erkundet. Die besondere Gestaltung der fachlichen Inhalte, vielfältige Differenzierungsangebote sowie umfangreiche sprach- und medienbildende Materialien ermöglichen eine individuelle Förderung von Kindern mit unterschiedlichem Leistungsvermögen.

Aus Hessen: 

Jan Günther, Maria Hellmann und Julia Trummheller, Ernst-Göbel-Schule, Höchst:

PappBot bauen und programmieren

Aus Pappkarton, Marmeladenglasdeckeln, Elektromotoren, Bastelmaterial, Heißkleber und einem Calliope basteln die Schülerinnen und Schüler einer MINT-AG der 5. und 6. Klasse einen „mBot", ihren eigenen „Roboter“ aus Pappe. Sie überlegen sich von der Planung, der Konstruktion, dem Design bis hin zur einfachen Programmierung des Calliopes individuelle Lösungen. Statt vorgefertigter Bauteile, entwerfen die Kinder alle Teile selbst. Besonders die anschließende Gestaltung mit Federn, Wackelaugen und Wolle lässt viel Raum für eigene Kreativität. Am Ende ist jeder „Roboter" ein Unikat.

Daniela Heinrich-Stiller, Lahntalschule Biedenkopf:

Modifikation von Stärkefolien mit Haushaltschemikalien

Kunststoffe als Verpackungsmaterialien sind aus der heutigen Konsum- und Wegwerfgesellschaft nicht mehr wegzudenken. Allerdings haben sie einen großen Nachteil: Kunststoffe können nicht verrotten. Als Mikroplastik findet man sie sogar im Eis der Arktis. Ist es möglich, Verpackungsmaterialien aus Naturstoffen so zu modifizieren, dass auch hier verschiedenste Ansprüche erfüllt werden? Die Antwort lautet: JA! In diesem Unterrichtsprojekt wird die Stärkefolie ganz neu aufgelegt und so modifiziert, dass ein Werkstoff mit unterschiedlichen Eigenschaften entsteht.

Franziska Langer und Michael Sach, Burggymnasium Friedberg:

„Real – Digital – Authentisch“: Das Jemen-Chamäleon als Unterrichtsgegenstand

Mit dem Jemen-Chamäleon lassen sich Biologie- und Physikunterricht verbinden. Im Fokus steht dabei der Beutefang des Tiers, genauer gesagt seine Zunge. Einerseits werden den Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Betrachtungsebenen und Methoden der Verhaltensbiologie nähergebracht. Andererseits analysieren sie mithilfe eines Videos die Geschwindigkeit und Beschleunigung der Zunge und erfahren so mehr über kinematische Grundprinzipen. In diesem Projekt liegt ein besonderes Augenmerk auf dem Prinzip von „Nature of Science“. So sollen die Jugendlichen nicht nur Fachkenntnisse erhalten, sondern auch verstehen, wie Naturwissenschaften funktionieren.

Carina Schneider, Graf-Stauffenberg-Gymnasium, Flörsheim (MINT-EC Schule) und Dr. Sebastian Röder, Martin-Niemöller-Schule, Wiesbaden (MINT-EC Schule):

Das MINT-CAMP: Dem Täter auf der Spur

„Dem Täter auf der Spur“ ist ein Kooperationsprojekt zweier MINT-EC-Schulen für leistungsstarke Schülerinnen und Schülern der fünften Klasse. An der Martin-Niemöller-Schule in Wiesbaden startet das Projekt mit einem kurzen Briefing über das Tatgeschehen. Ausgerüstet mit Spurenbeuteln vom Tatort und den bereits festgenommenen Verdächtigen begeben sie sich im Anschluss auf Ermittlungstour. Am zweiten Tag heißt es dann in Flörsheim: Tatortarbeit. Brillengläser, Fußabdrücke, Schussspuren und Fingerabdrücke werden gesichert und analysiert, um dem Täter auf die Spur zu kommen. In den zwei Tagen lernen die Kinder nicht nur Experimente aus den Fächern Biologie, Chemie und Physik kennen, sondern können den Fall nur durch Zusammenarbeit lösen.

Aus Niedersachsen: 

Martin Häusler, Stephan Oppermann und Thorsten Pahl, Georg-von-Langen Schule, Holzminden:

Projektgruppe Berufliches Gymnasium Technik „Energy-Harvesting“

Seit 2010 führt das Gymnasium im Technikunterricht Projekte zum Thema „Energy-Harvesting“, der Rückgewinnung bzw. Energieernte aus Quellen wie Bewegung, Solar, Wasserkraft und Windkraft durch. Das aktuelle Projekt beschäftigt sich mit dem Piezo-Effekt. Darin entwickeln die Schülerinnen und Schüler einen Fußboden, der die Bewegungsenergie von Fußgängerinnen und Fußgängern nutzt. Dieser könnte beispielsweise in U-Bahn-Stationen oder Kaufhäusern genutzt werden, um Energie für die Beleuchtung zu erzeugen. Hierbei bringen sich die Schüler insbesondere bei der Ideenfindung, dem Bau des Exponats, sowie bei der Präsentation ein.

Aus Nordrhein-Westfalen: 

Alma Muminovic, Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium, Gelsenkirchen, Katrin Westerfeld, HedwigDransfeld-Schule, Werl, Nadine Thomas, AFG Halver, Sven Sebastian und Eric Daetermann, TheodorKörner-Gymnasium Bochum:

„Jana in den Everglades“ - Trennverfahren für unterwegs

„Jana in den Everglades – Trennverfahren für unterwegs“ ist eine digitale Lernumgebung, mit der sich alle Schülerinnen und Schüler die verschiedenen Trennmethoden im Chemieunterricht erarbeiten können. Der besondere Fokus liegt dabei auf Experimenten, die sie selbstständig planen, durchführen und auswerten. So helfen sie der Titelheldin Jana, der in den Everglades ständig Missgeschicke passieren. Die Materialien wurden dabei von Lehrkräften unterschiedlicher Schulformen (Gymnasium, Realschule, Hauptschule und Förderschule) konzipiert, die ihre Erfahrungen und Expertise in die Entwicklung Unterrichtsmaterials mit eingebracht haben.

Robin Rozmann, Städtisches Leibniz-Gymnasium (MINT-EC Schule), Gelsenkirchen:

Schülerinnen und Schüler werden zu Messgeräten: Digitale Untersuchungen auf Fahrgeschäften

Fällt die Gondel des Freefall-Towers im Freizeitpark tatsächlich frei? Physikunterricht kann mit wenigen Mitteln lebensnah, digital vernetzt, mitreißend und vor allem günstig gestaltet werden. Mit Hilfe einer kostenfreien App werden die Schülerinnen und Schüler in einem Freizeitpark selbst zu Forscherinnen und Forschern. Sie untersuchen die Fahrgeschäfte vor dem Hintergrund physikalischer Fragen – wie z. B. hinsichtlich der dort wirkenden Kräfte und der damit verbundenen potentiellen Gefahren. Quantitative Datenerhebungen werden mit explorativen und emotionalen Erfahrungen verknüpft und machen den Physikunterricht zu einem unvergesslichen Ereignis.

Astrid Pösl und Sonja Vochezer
© Tilman Binz
Dr. Marinela Wong
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Wolfgang Zeitter (links)
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Solveg Schlinske und Daniela Wellhausen
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Daniela Heinrich-Stiller
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Michael Sach und Franziska Langer
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Jan Günther, Maria Hellmann, Julia Trummheller
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Carina Schneider
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Alma Muminovic (links) und Nadine Thomas
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Robin Rozmann
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Martin Häusler, Stephan Oppermann, Thorsten Pahl
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Die Delegation
© Tilman Binz
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